11. Oktober 2017

Logik hinter der Diskriminierung ist gleich, ob in armen oder in reichen Staaten

Bild: pixabay.com / Greyerbaby / CC0 Creative Commons

Seit 2011 weist der internationale Mädchentag jährlich am 11. Oktober darauf hin, dass Mädchen längst noch nicht die gleichen Rechte haben wie Jungs. Insbesondere die Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen ist ein weltweites Problem, das unabhängig von Ländergrenzen besteht. Unicef zufolge hat fast jede zehnte Frau unter 20 Jahren in ihrem Leben sexuelle Gewalt erfahren. Und auch dem Risiko von Beschneidungen und Kinderehen sind weltweit Millionen Mädchen ausgesetzt. Zudem arbeiten Mädchen zwischen fünf und 14 Jahren fast doppelt so viel im Haushalt wie Jungs – alle gemeinsam rund 550 Millionen Stunden am Tag! Anstatt zur Schule zu gehen, müssen sie kochen, putzen und sich um die Geschwister kümmern.

Dazu sagt Sarah Buddeberg, gleichstellungs- und queerpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Die Benachteiligung von Mädchen und jungen Frauen muss ein Ende haben! Es kann nicht sein, dass Menschen nur wegen ihres Geschlechts weniger Bildung erhalten und mehr Gewalt erfahren. Die Logik hinter dieser Diskriminierung ist immer die gleiche, ob nun in armen Ländern oder in reichen Staaten wie Deutschland.

Dass Mädchen und Frauen auch hierzulande weniger Achtung erfahren, sieht man am immer noch bestehenden Lohngefälle zwischen Männern und Frauen, an den infolgedessen geringeren Renten und daran, dass auch bei uns Frauen bis zu 60 Prozent mehr unbezahlte Arbeit als Männer leisten. 

Der Internationale Mädchentag ist ein wichtiges Datum. Er macht darauf aufmerksam, dass Menschen weltweit Ungerechtigkeiten erfahren, nur weil sie als Mädchen geboren wurden. Wir müssen dafür sorgen, dass wir diesen Aktionstag so bald wie möglich nicht mehr brauchen.

Kategorien: Pressemitteilungen, Mädchen*arbeit

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